Verdacht auf Schadsoftware: was jetzt zu tun ist.
Ein Rechner verhält sich seltsam, Dateien lassen sich nicht öffnen oder eine Lösegeldforderung erscheint. Ruhe bewahren und in der richtigen Reihenfolge handeln hilft.

Erst eingrenzen, dann aufräumen.
Gerät vom Netz trennen
Netzwerkkabel ziehen und WLAN ausschalten, damit sich nichts weiter ausbreitet. Das Gerät zunächst nicht ausschalten oder neu starten, wenn es vermeidbar ist.
Nicht selbst löschen
Dateien löschen oder Programme entfernen kann Spuren zerstören, die später für die Aufarbeitung nötig sind.
Zuständige informieren
Wer im Betrieb verantwortlich ist, sollte sofort Bescheid wissen. Nennen Sie uns, was zuerst aufgefallen ist und wann.
Zugänge absichern
Passwörter von betroffenen Konten sollten von einem sauberen Gerät aus geändert werden.
Sicherung prüfen
Klären Sie, ob eine saubere, nicht betroffene Sicherung vorhanden ist und wo sie liegt.
Meldepflichten klären
Ob Meldungen an Behörden oder Kunden nötig sind, klären Sie mit den zuständigen Stellen. Wir liefern die technischen Informationen.
Kurz-Check: fünf Fragen
- Was ist zuerst aufgefallen: eine Meldung, eine Datei, ein langsamer Rechner?
- Wann war das? Gab es davor eine E-Mail, einen Anhang oder einen Download?
- Welche Geräte sind betroffen, nur einer oder mehrere?
- Gibt es eine aktuelle Sicherung, die nicht am selben Rechner hängt?
- Wer im Betrieb ist Ansprechpartner und wie ist er zu erreichen?
Bleibt eine Frage offen, lohnt sich ein genauerer Blick.
Wann wir helfen können
Wenn Sie den Verdacht nicht ausräumen können, wenn Dateien verschlüsselt sind oder wenn mehrere Geräte betroffen sein könnten, rufen Sie uns an. Je früher wir eingreifen, desto besser lässt sich der Schaden begrenzen.
Wir grenzen die Systeme ein, prüfen die Wiederherstellung aus einer sauberen Sicherung und unterstützen bei der technischen Aufarbeitung.
Gut zu wissen
Soll ich das Lösegeld zahlen?
Davon wird in der Regel abgeraten. Es gibt keine Garantie, dass Daten zurückkommen, und es finanziert weitere Angriffe. Klären Sie das gemeinsam mit Ihrer Rechtsberatung und den zuständigen Stellen.
Reicht ein Virenscanner zur Bereinigung?
Nicht immer. Bei Verdacht auf einen tieferen Eingriff ist es oft sicherer, ein System sauber neu aufzusetzen und Daten aus einer geprüften Sicherung zurückzuspielen.
Muss ich den Vorfall melden?
Das hängt von Art und Umfang des Vorfalls ab, etwa bei betroffenen personenbezogenen Daten. Die Einschätzung treffen Sie mit Ihrer Rechtsberatung oder dem Datenschutzbeauftragten.
Dieser Beitrag gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Analyse Ihrer konkreten Systeme.
Wir helfen gern weiter.
Das Erstgespräch ist unverbindlich. Wir melden uns persönlich zurück.
