Von VMware zu Proxmox: geplant statt einfach kopiert.
Ein Wechsel von VMware zu Proxmox betrifft nicht nur den Hypervisor, sondern die gesamte Server-, Storage- und Backup-Architektur. Wir nehmen den Bestand auf, planen eine passende Zielarchitektur und setzen die Migration strukturiert um, nicht als reinen Nachbau der bisherigen Umgebung.

Wann eine Migration sinnvoll ist
Vertrag oder Lizenz ändert sich
Ihr VMware-Vertrag läuft aus oder Lizenzbedingungen ändern sich, und Sie prüfen Alternativen.
Hardware wird nicht mehr unterstützt
Neuere VMware-Versionen laufen nicht auf jeder älteren Server-Hardware. Ob Proxmox auf Ihrer Hardware läuft, prüfen wir im Einzelfall.
Server erreichen das Ende der Laufzeit
Die Hardware ist alt, die Garantie abgelaufen, eine Erneuerung steht ohnehin an.
Sie möchten Herstellerbindung reduzieren
Weniger Abhängigkeit vom bisherigen Lizenzmodell eines einzelnen Herstellers, verbunden mit einer Neubewertung der Architektur.
Migration als Chance, nicht als Kopie
Eine 1:1-Nachbildung der bisherigen VMware-Umgebung in Proxmox ist selten die beste Lösung. Über Jahre gewachsene Strukturen lassen sich im Zuge der Migration hinterfragen: Welche Server werden wirklich noch gebraucht? Passt die bisherige Aufteilung von Storage und Netzwerk noch zu Ihrem Betrieb? Wir nutzen die Migration, um die Zielarchitektur neu zu durchdenken, statt die alte Struktur unverändert zu übertragen.
Was bei der Planung eine Rolle spielt
- Anzahl und Auslastung der Hosts wie viele Server, wie viel CPU- und RAM-Reserve wird tatsächlich gebraucht
- Storage vorhandene Kapazität, Geschwindigkeit und ob sich bestehender Storage weiterverwenden lässt
- Netzwerke und VLANs bestehende Segmentierung und ob sie in der neuen Umgebung sinnvoll bleibt
- Anforderungen an Hochverfügbarkeit ob ein Hostausfall automatisiert abgefangen werden soll, siehe Cluster, Hochverfügbarkeit und Storage
- Bestehende Backup-Systeme ob sie weiterverwendet werden können oder ein neues Konzept sinnvoll ist
- Zustand der Hardware Alter, Garantie und ob ein Neukauf wirtschaftlicher ist
- Wartungsfenster wann Systeme ohne Betriebsstörung umgezogen werden können
- Abhängigkeiten zwischen VMs welche Systeme zusammenhängen und in welcher Reihenfolge migriert werden müssen
- Künftiges Wachstum ob die Architektur Raum für weitere Server oder Kapazität lassen soll
So gehen wir vor
Bestandsaufnahme
Welche VMs laufen, welche Anwendungen hängen daran, wie ist Hardware und Storage ausgestattet?
Analyse
Auslastung, Abhängigkeiten und Besonderheiten der bestehenden Umgebung werden ausgewertet.
Zielarchitektur
Wir planen die passende Proxmox-Architektur, inklusive Storage- und Netzwerkkonzept.
Testmigration
Einzelne, unkritische Systeme werden zuerst migriert und geprüft, bevor produktive Systeme folgen.
Migrationsplanung
Reihenfolge, Zeitfenster und Rückfallmöglichkeiten werden mit Ihnen abgestimmt.
Produktivmigration
Die eigentlichen Systeme werden migriert, wo möglich mit minimaler Ausfallzeit.
Funktionsprüfung
Jede migrierte VM wird gemeinsam mit Ihnen auf Funktion geprüft, bevor die alte VM abgeschaltet wird.
Backup und Monitoring
Die neue Umgebung wird gesichert und überwacht, bevor das Projekt übergeben wird.
Sonderfälle bei der Migration
Nicht jede VM lässt sich gleich einfach migrieren.
Virtuelle Firewalls
Virtuelle Firewalls müssen gesondert betrachtet werden. Sie besitzen häufig mehrere virtuelle Netzwerkschnittstellen mit unterschiedlichen Funktionen, etwa für WAN, LAN, VLAN-Trunks, DMZ, Management und VPN-Netze. Beim Plattformwechsel können sich virtuelle NIC-Typen, Interface-Reihenfolge, Interface-Namen, MAC-Adressen und die Bridge-Zuordnung ändern, wodurch die Firewall Schnittstellen anders zuordnen kann als vorher. Vor der Migration dokumentieren wir deshalb Funktion, MAC-Adresse, VLANs und Bridge jeder Schnittstelle, nach der Migration kontrollieren wir Schnittstellen, Firewall-Regeln, Routing, VLANs und VPN-Verbindungen.
Weitere Sonderfälle
Gesondert geprüft werden auch andere Appliances, Systeme mit besonderen Herstellerfreigaben, direkt angebundene Hardware, spezielle Storage-Anbindungen, PCI-Passthrough, USB-Passthrough und besondere Netzwerkkonfigurationen. Standardisierte Windows- und Linux-Server lassen sich in der Regel einfacher übertragen.
Realistisch eingeordnet
Wie geht es nach der Migration weiter?
Wie die neue Cluster- und Storage-Architektur konkret aussehen kann, erklären wir unter Cluster, Hochverfügbarkeit und Storage. Für die Datensicherung der neuen Umgebung finden Sie Details unter Backup und Recovery.
Aus der Praxis
Eine bestehende VMware-Umgebung mit fünf virtuellen Maschinen haben wir auf Proxmox migriert, mit Weiterverwendung und gezielter Aufrüstung des vorhandenen Servers statt Neuanschaffung. Mehr zu diesem Projekt.
Gut zu wissen
Können VMware-VMs nach Proxmox übernommen werden?
In den meisten Fällen ja. Virtuelle Festplatten und die grundlegende VM-Konfiguration lassen sich in der Regel übertragen. Treiber, Anwendungen und teils die Netzwerkeinbindung müssen nach der Übernahme geprüft und angepasst werden.
Können VMware und Proxmox während der Migration parallel laufen?
Ja, das ist der Regelfall. Wir migrieren schrittweise, testen jede Maschine und schalten VMware-Systeme erst ab, wenn die entsprechenden VMs auf Proxmox nachweislich funktionieren.
Können vorhandene Windows Server weiterbetrieben werden?
Ja. Windows Server läuft als virtuelle Maschine unter Proxmox weiter, sofern die Lizenzierung das zulässt. Das prüfen wir im Rahmen der Bestandsaufnahme mit.
VMware-Migration geplant?
Im Erstgespräch besprechen wir Ihre Ausgangslage und geben Ihnen eine erste Einschätzung. Eine genauere Bestandsaufnahme vereinbaren wir bei Bedarf gesondert.
